Angst vor dem Mathestudium

Dieses Thema im Forum "Studienwahl" wurde erstellt von Niina, 13 September 2013.

  1. Niina

    Niina Neues Mitglied

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    Hi.

    Ich war mir so sicher, dass ich Mathe studieren will. Hab mich auch beworben. Irgendwie bekomme ich langsam Angst vor dem Mathestudium. Überall hört man, wie schwer es ist. Ich habe Mathe GK (Prüfungsfach) 12 Punkte. Ich denke, dass ich für Mathe so gut wie nie gelernt oder Hausaufgaben gemacht habe. Das ist immer so meine Ausrede (mir selbst gegenüber).

    Gibt es jemand, der in einer ähnlichen Situation ist/war?

    Danke.
     
    #1
  2. Raspberry

    Raspberry Mitglied

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    Bleib locker. Du wirst dich nur dran gewöhnen müssen, dass du eine Vorlesung komplett nicht verstehst und dir den Stoff selber beibringen musst.
     
    #2
  3. Bine

    Bine Neues Mitglied

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    Hmm, dass du Angst hast, ist gar nicht mal schlecht. Ganz unbegründet ist sie sicherlich nicht. Aber wenn du jetzt schon dabei bist: Lass es auf dich zu kommen. Bleib am Ball und wenn jetzt nicht die Zeit gekommen ist, mit Lernen und Hausaufgaben anzufangen, wann dann, wenn nicht jetzt?

    Ach, und ich kann Raspberrys Aussage, dass du nichts verstehst und du dir alles selber beibringen musst, nur widersprechen: Nichts verstehen ist ok. Nie was verstehen ist schlecht, aber für dich hoffentlich nicht Alltag und im Allgemeinen auch nicht die Regel.

    Und was wäre das für ein erbärmliches Studentenleben, wenn man alles alleine machen müsste. Es gibt immer nette Kommilitonen, die sich in der gleichen Situation wie du befinden und mit denen man sich zusammentun kann.
     
    #3
  4. Henry92

    Henry92 Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ich kann Dich verstehen! Mir geht es ähnlich.

    Habe mich für ein Luft- und Raumfahrttechnikstudium beworben und war mir am Anfang auch 100% total sicher. Nun, da alles näher rückt, ich mich mehr informiere und immer wieder höre, dass die Mathematik in diesem Fach so schwer sei, krieg ich auch langsam Angst.

    Ich hatte einen Mathe LK gehabt, war dort allerdings nicht der Beste (zwischen 5 und 9 Punkte) in der Abiprüfung 11 Punkte. Andererseits war ich in Physik immer sehr gut, obwohl das ja quasi auch Mathe ist.

    Bei mir gehen die Bedenken soweit, dass ich mich an einer Uni und einer FH beworben habe und nun ernsthaft überlege, wegen dem wahrscheinlich etwas einfacheren Matheniveau auf die FH zu gehen.

    Ich habe einfach Angst, dass mir für die Uni die mathematische Begabung fehlt, und ich es nicht mit zusätzlichem Lernen/Fleiß ausgleichen kann. :(

    Immerhin schön zu lesen, dass ich nicht der Einzige bin!
     
    #4
  5. Raspberry

    Raspberry Mitglied

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    Das habe ich nicht geschrieben. "eine Vorlesung" ungleich "nie was verstehen" und mit "selber beibringen" meine ich, dass man selber dafür verantwortlich ist, ob man vor der Prüfung alles kann oder nicht. Letzteres war vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt, aber Ersteres nicht. :)
     
    #5
  6. Matthes

    Matthes Neues Mitglied

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    Hey, ihr sprecht mir ja aus der Seele...

    Ich will WIing an einer Uni studieren und dort soll die Mathe auch verdammt heftig sein. 60-70% fallen durch die erste Matheprüfung durch. Ein Bekannter von mir ist trotz LK, in dem er gar nicht mal so schlecht war, durchgefallen.

    Ich war im GK und hatte durchschnittlich 12 Punkte. Manche Themen wie die Stochastik wurden bei uns komplett weggelassen! Wurden bei euch in den GKs auch ganze Themenbereiche weggelassen?

    Angeblich stand es nicht im Lehrplan, aber die Zeit hätten wir sowieso nicht mehr gehabt. (Waren wegen Lehrermangel eine sehr große Klasse).
     
    #6
  7. Raspberry

    Raspberry Mitglied

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    Gibts bei euren Unis keine Brückenkurse? Ansonsten kommt alles eh noch einmal dran, nur im Schnelldurchgang.
     
    #7
  8. 7Lives

    7Lives Mitglied

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    Mir hat mal früher ein Lehrer gesagt: "Die kochen auch nur mit Wasser".

    Das hat mir immer geholfen!

    Es ist doch so: Auch die komplizierteste Mathematik oder Physik ist doch nur halb so schlimm - realistisch betrachtet.

    Die Dozenten können auch nicht hexen und zaubern. Sie kochen eben auch mit Wasser. ;)

    Man darf nicht immer versuchen, es so zu verstehen wie die Dozenten es gern hätten. Man muss sich zuhause mal ein Buch nehmen, oder im Internet suchen, und sich seine EIGENEN Modelle zu dem Thema erstellen.

    Unterm Strich zählt doch nur, dass man mit dem Themen umgehen kann, und sie anwenden kann.

    Ob man dazu irgend ein abgefahrenes Gedankenmodell eines Dozenten benutzt oder ein einfacheres eigenes Modell ist doch egal...

    Beispiel:
    ---------
    Man nehme die Vorlesungen: Physik II, Mathematik II und Elektrotechnik II.

    Da kommen dann Themen wie:
    (Physik): Quantenphysik, Schwingungen und Wellen
    (Mathematik): Differentialgleichungen
    (Elektrotechnik): Schwingkreise, Schaltvorgänge

    Man hört die Vorlesungen und wird fast verrückt. Zumindest wenn man den Dozenten folgt.

    Wenn man die Themen mal genauer ansieht und vergleicht, kann man die Formeln und Theorie(n) fast austauschen. Es ist alles miteinander verwandt, oder sogar identisch.

    Schaltvorgänge == Differentialgleichungen
    Schwingkreise == Schwingungen und Wellen
    Quantenphysik ist ne wilde Mischung: Wellen, Schwingungen und Differentialgleichungen (Schrödinger Gleichung)...

    Das Dumme, was viele Studenten eben verwirrt, und dazu führt, dass viele die Prüfungen nicht bestehen, ist:

    Der Dozent in Elektrotechnik benutzt natürlich auf den ersten Blick andere Formeln, andere Fachwörter und und und.

    Der Dozent für Physik hat sowieso für alle Sachen andere Fachwörter und generell andere Variablennamen.

    Und in der Mathematik ist eh alles anders.

    Nun muss man halt zuhause alles auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Die Formeln sind doch alle gleich, die 10 verschiedenen Fachwörter bedeuten im Prinzip alle dasselbe und so weiter.

    Viele sitzen in der Vorlesung, verstehen kein Wort, und stecken zuhause den Kopf in den Sand. Und nach zwei Wochen ist es zu spät.
     
    #8
    Simone gefällt das.
  9. Niina

    Niina Neues Mitglied

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    Hallo 7Lives.

    Deine Antwort finde ich wirklich cool. Scheinst sehr intelligent zu sein. Ganz ehrlich(?): Mein Problem ist, dass einige bei mir eine Mathe-Schwäche konstatiert haben und andere mich für genial halten. Ich weiß gar nicht mehr was ich bin. Aber das hat tiefere Wurzeln. Ich werd es aber auf jeden Fall mindestens 1 Semester mit Mathe versuchen oder versuchen müssen.

    Ein weiteres Problem: Ich muss wohl auch arbeiten. Das wird glaub ich das Schwierigste am Ganzen, obwohl ich am Anfang am wenigsten an die Finanzierung gedacht habe.
     
    #9
  10. Simone

    Simone Neues Mitglied

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    @7Lives: gute antwort! :)

    und - ich kann so was nur bestätigen :D - vom niveau her war's natürlich anders als im studium, aber das "prinzip" war auf der höheren berufsfachschule das gleiche - komplexe rechnung in mathematik, parallel in elektrotechnik wechselstromtechnik - und bei beiden lehrern sah das gleiche thema gaaaanz anders aus - man hätte meinen können, die sprechen über zwei verschiedene dinge.

    im zweifel hab ich in elektrotechnik dann immer eins gemacht - abschalten... zumindest, wenn der lehrer vorne mich mehr verwirrt als sonst was hat - zu hause dann nen buch zur hand nehmen oder ins internet gehen - und schwupps ist das, was er so verwirrend dargestellt hat, doch eigentlich alles logisch.

    mir war auch erst ein wenig komisch, wenn ich so an mathe und physik auf der fh gedacht hab bzw. jetzt daran denke - aber ich bin optimistisch und gehe einfach mal davon aus, dass ich das auf die reihe kriege. ;) mal die brückenkurse besuchen und dann klappt das schon...

    also - versuch einfach positiv zu denken, ich bin der überzeugung, dass man, wenn man etwas wirklich will, es auch schaffen kann.

    viel erfolg!
     
    #10
  11. 7Lives

    7Lives Mitglied

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    Bei uns war der Brückenkurs in Mathematik aber erst recht heftig:

    So wie der Dozent abging, hatte jeder neue Student in dem Kurs "Angst". Der Typ war so schnell mit dem Schreiben, das war heftig.

    Dann meinte er ständig, dass man das alles schon können müsste, um die Mathematik Vorlesungen "überleben" zu können und so weiter...

    Na ja... war natürlich alles übertrieben, wie sich später herausstellte. Nun hab ich in diesem Semester die letzte Mathematik Vorlesung bestanden, obwohl ich anfangs auch nicht alles wusste, und nie Mathe LK hatte (da ich eben Fachabi hab).

    Aber der Brückenkurs war trotzdem sehr wichtig. Wenn man es geschafft hatte, alles mit zu schreiben. ;)

    Es gab später immer mal wieder Momente, wo ich mal schnell dort nachsehen konnte und fündig wurde.

    Man "wächst" im Laufe des Studiums mit. Soll heißen: Am Anfang sind die Dozenten einem immer zu schnell. Nach ein paar Semestern hat man sich daran gewöhnt und kann später ebenso schnell arbeiten und Sachen erklären.
     
    #11
  12. Simone

    Simone Neues Mitglied

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    jup, mir geht's genau so mit dem fachabi - noch dazu nen lehrer, der ziemlich rumgeschlampt hat mit der zeit und am ende vektorrechnung und integralrechnung in zusammen etwas mehr als zwei doppelstunden durchgezogen hat, damit wir irgendwie die prüfungen schreiben können… (was dann bei den meisten ziemlich in die hose ging - 75% der klasse hatten negative abweichungsprüfungen, waren also zwei noten schlechter als bei der vornote) - schon allein deshalb ist der brückenkurs wohl wichtig.

    wobei mir zu ohren gekommen ist, dass die fh dortmund gar brückenkurse nur für frauen anbietet... da frag selbst ich als frau mich - was soll das?!? Ich will nen technisches fach studieren, also komm ich auch mit dem "männerüberschuss" klar (ok, grins - ich hab jetzt schon drei jahre als einzige frau unter männern hinter mir - von daher hab ich vielleicht leichter reden, als jemand, der vom gymnasium kommt...) - aber das war jetzt etwas vom thema weg... :rolleyes:
     
    #12
  13. Ersti

    Ersti Mitglied

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    Hmmm, wenn ich euch so lese, kommt mir echt der Zweifel, das die Dozenten wirklich dazu geeignet sind einem was beizubringen. Sprich den Stoff pädagogisch aufzubereiten.

    Ich stehe auch kurz vor meinem Studium (BWL) und Mathe löst ein bisschen mulmige Gefühle in mir aus. Trotzdem will ich das gut schaffen. Werde allerdings sehen, wie es geht. ;)

    Mein Tipp: Nicht den Kopf hängen lassen. Versuchen der Vorlesung zu folgen und dann ordentlich nacharbeiten und mit Gleichgesinnten zusammen tun, damit man den Stoff nochmal vortragen kann. Da kann jeder dann überprüfen, ob man es verstanden hat.
     
    #13
  14. Gerd

    Gerd Mitglied

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    Das liegt vielleicht daran, dass Dozenten keine Pädagogen sind noch welche sein sollen. Uni ist keine Schule. Die Professoren sind oft an der Uni um zu forschen. Und damit sie auch noch "nebenbei" was Nützliches machen, vermitteln sie Stoff an die Studenten.

    Die Vorlesung ist nur ein zusätzliches Angebot, das dir dabei helfen soll, den Stoff, den du im Studium lernen sollst, zu verstehen. Gleichwertige weitere Angebote sind neben der Vorlesung Bücher und Literatur jeder Art.

    Du solltest dich von der Vorstellung verabschieden, dass die Vorlesung dazu da ist, dir umfassendes Wissen zu vermitteln.

    Es gibt einige Dozenten die gut in der Vermittlung von Stoff sind und denen Vorlesungen auch Spaß machen. Daneben gibt es aber auch andere, denen es total egal ist, ob du verstehst, was sie vermitteln. Für die ist die Lehre nur ein lästiges Anhängsel, das sie eben machen müssen, damit sie ungestört an der Uni forschen können.

    Und deshalb geht man auch nur zu Vorlesungen, die gut sind, und verschwendet nicht seine Zeit in Vorlesungen, in denen man nur die 1,5 Stunden absitzt. :D
     
    #14

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