FH oder Uni?

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Fragen zum Studium" wurde erstellt von Robert, 31 März 2014.

  1. Robert

    Robert Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ich möchte ab dem Wintersemester BWL studieren, entweder bei der FH oder der Uni in Kiel. Jetzt bin ich ziemlich verwirrt und weiß nicht für welche ich mich entscheiden sollte…

    Wie ist eure Erfahrung damit? Was könnt ihr mir empfehlen?
     
    #1
  2. DST

    DST Bekanntes Mitglied

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    Du musst dir halt überlegen, was du später machen willst. Willst du dich wissenschaftlich betätigen, z.B. den Doktor machen, ist das mit der Uni viel leichter. Andererseits hast du mit der FH die Möglichkeit, während des Studiums durch Praxissemester Kontakte zu Firmen zu knüpfen.

    Während die Uni vertieftes wissenschaftliches Denken fördert, ist dies an der FH eher auf Anwendung ausgerichtet, d.h. aber nicht, dass du an der FH nicht auch mit Theorien konfrontiert wirst. Es geht aber weniger um die Herleitung, als um die Anwendung.

    An der Uni musst du in vielen Fächern mit mathematischen Modellen umgehen können, an der FH nur in bestimmten (Grundlagen-) Fächern. Aber für die Uni solltest du schon sehr gute Mathekenntnisse haben. Dass ist aber von Uni zu Uni unterschiedlich. An meiner FH war z.B. Steuern eine Megaprüfung mit 4 Teilen (AO, Einkommensteuer, Bilanzsteuer und USt). An der Uni, an der ich später studierte, gab es kein Pflichtfach Steuern!

    Obwohl die Regelstudienzeit in BWL bei Uni und FH ähnlich liegen, ist die durchschnittliche Studienzeit an der FH kürzer als an der Uni. In den letzten Jahren ist aber eine stärkere Angleichung von Uni und FH erkennbar, d.h. durch die Bachelor-Studiengänge wurde die Uni praxisbezogener und durch die Master-Studiengänge die FH wissenschaftlicher, denn der Master ist ja formal gleichwertig. Dadurch gibt es mehr Wettbewerb zwischen den Hochschulen.

    Ich habe die FH gemacht und habe gute Erfahrungen damit in der Praxis. Ich wollte dann aber promovieren und das war so gut wie unmöglich (inzwischen ist es etwas besser). Daher habe ich auch die Uni gemacht und auch da habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht (und den Horizont erheblich erweitert). Die Uni hat mir viel dabei geholfen, wissenschaftlich zu denken und kritisch zu denken. Praxisrelevanz habe ich aber oft vermisst. Das, was ich für die Arbeit brauchte, hat mir die FH beigebracht.

    Ich kann dir also weder zu dem einen, noch zu dem anderen raten. Denn im Endeffekt kommt es auf deine Vorstellungen von deiner beruflichen Zukunft an.
     
    #2
  3. Marc T.

    Marc T. Neues Mitglied

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    Was du auch bedenken solltest:

    An ner FH ist in der Regel das Studienangebot nicht sehr vielseitig. Dadurch geht meistens auch das typische Uni Flair verloren, das sich dadurch auszeichnet, dass durch die unterschiedlichsten Studiengänge auch die unterschiedlichsten Charaktere an der Uni studieren. Ich vermisse das und versuche jetzt auch an ne Uni zu flüchten. :) Also ich würde mich, wenn ich die Wahl hätte, immer für die Uni entscheiden! Letztendlich kann dir die Entscheidung aber keiner abnehmen - wie immer!

    Aber trotzdem viel Glück!
     
    #3
  4. DST

    DST Bekanntes Mitglied

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    Na ja, das kommt aber ganz stark auf die Uni an. Wenn du die FH München z.B. mit der Uni Freiberg vergleichst, dann hat die FHM 18.000 und die TU BAF 5.500 Studenten, und die FHM hat deutlich mehr Fachbereiche! So ganz allgemein kann man das also nicht sagen. Ich habe z.B. an der LMU studiert und da laufen dir im Hauptgebäude eigentlich nur die BWLer, VWLer und Juristen über den Weg.

    An anderen Unis/FHs ist das dann sicher andersherum, so wie du es beschreibst und generell ist das "Flair" einer Uni schon was Besonderes - allerdings auch dann, wenn du mit 400 Leuten in einem Hörsaal sitzt und nichts mitkriegst. ;)

    Ich denke auch, das viele Vorurteile aus einer Zeit stammten, bevor die FH als Hochschule gleichberechtigt in das HRG aufgenommen wurde und bevor die neuen Studienabschlüsse eingeführt wurden. Es perpetuieren sich halt Vorurteile von 1970, als die FHs aus den höheren Handelsschulen und Polytechniken hervorgegangen sind, weiter bis heute und so ganz verdenken kann ich das den Uni-Profs auch nicht. Denn wer hat schon mal eine FH besucht und ist nun an der Uni Professor? Wohl fast niemand. So ein Erkenntniswandel braucht seine Zeit und wenn man die 1000jährige Geschichte der Universität bedenkt, so kann ich das auch gut verstehen.
     
    #4
  5. gruess-sandra

    gruess-sandra Neues Mitglied

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    Also ich habe beides gemacht, UNI und FH. Ich finde, dass man in der FH mehr lernt, aber es nicht so in die Tiefe geht. Im Endeffekt ist das jedoch fast alles das Gleiche. Eine FH ist tendenziell eher kleiner.
     
    #5
  6. studiosus

    studiosus Neues Mitglied

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    Also ich bin zwar selbst an der uni, aber ich denke ich hätte eine FH doch besser gefunden.
    Das ist alles irgendwie praxisorientierter und man weiß am Ende auch was man kann, während man in der Uni oft nur von Theorie umgeben ist.
     
    #6

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