Gehalt Diplom Pädagoge (Uni)

Dieses Thema im Forum "Studentenjobs / Jobbörse" wurde erstellt von Marcus L., 29 August 2013.

  1. Marcus L.

    Marcus L. Neues Mitglied

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    Hallo Leute!

    Wollte mal wissen, ob es unter euch Diplom Pädagogen gibt, die vielleicht wissen, was Dipl. Päds später einmal ungefähr verdienen? Ich meine jetzt keine Sozpäds, sondern eher Pädagogen, die später in einem Betrieb arbeiten und dort in der Personalentwicklung, Weiterbildung bzw. Beratung zuständig sind. Bin dankbar für eure Antworten.
     
    #1
  2. Birte

    Birte Neues Mitglied

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    Ich bin Pädagogin und habe das Glück, auf einer recht gut bezahlten Stelle zu sitzen, d.h. mein Netto-Gehalt (30 Jahre alt, Single, kinderlos, Niedersachsen) beläuft sich auf ca. 2.000 Euro. Viele andere haben nur eine niedrigere Tarifgruppe, das sind dann vielleicht so 1.700 bis 1.800 Euro netto.
     
    #2
  3. Marcus L.

    Marcus L. Neues Mitglied

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    Ist das dein Anfangsgehalt und bekommst du später mehr? Ich hab mal so was gehört von 3000 - 5000 Euro. Stimmt das? Es kommt sicher darauf an, wo man arbeitet oder?
     
    #3
  4. Birte

    Birte Neues Mitglied

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    Noch mal genauer: Brutto habe ich 3.700 Euro! Und dann gehen über 1.700 Euro für Steuern und Versicherungen usw. ab. Brutal, wie viel da abgezogen wird, was?

    5.000 Euro als Brutto-Pädagogen-Gehalt halte ich zumindest für einen jungen Menschen für ziemlich utopisch.
     
    #4
  5. Holger80

    Holger80 Neues Mitglied

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    Moin!

    Wie Birte bereits dargestellt hat, "sollte" das Einstiegsgehalt eines Dipl.-Pädagogen (im öffentlichen Dienst) in der Regel auf dieser Stufe liegen.

    Der Soll- und Istzustand geht jedoch weit auseinander. Denn diese Stellen sind immer seltener zu finden (Finanzlage in den Kommunen etc.). Absolventen konkurrieren zudem mit Dipl.-Sozialwissenschaftlern, Dipl.-Sozialpädagogen (FH), Erziehern und sonstigen päd. (Fach)kräften auf dem Arbeitsmarkt. Viele Dipl.-Pädagogen wären froh, wenn sie eine solche Stelle bekommen würden. Stattdessen müssen sie sich oft erheblich unter Wert verkaufen und landen auf Erzieherstellen. Die Alternative wäre ansonsten die Arbeitslosigkeit.

    Ach ja, die Unternehmen (in der freien Wirtschaft) bevorzugen Dipl.-Kaufleute, Dipl.-Betriebswirte (FH) etc. mit Fachrichtung Personal! No Chance für Pädagogen!

    Fakt ist: Wer einigermaßen gut Geld verdienen möchte, sollte die Finger von erziehungswissenschaftlichen und pädagogischen Studiengängen lassen!

    Schöne Grüße Holger
     
    #5
  6. DieterM

    DieterM Neues Mitglied

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    Als Berufseinsteiger sind 50000 Euro im Jahr schon sehr utopisch. Wenn, dann sind 40000 realisitisch. Aber das ist im ersten Jahr immer noch hoch gesetzt. Und ich gebe meinem Vorredner recht. Es gibt noch Wirtschaftspädagogen, Berufsschullehrer, Coaching Experten in Seminaren!
     
    #6
  7. tomos

    tomos Gast

    Also ich habe mit 200 Euro brutto angefangen, dann 1.800 Euro brutto erhalten, vier Monate befristet, dann war ich arbeitslos, dann waren es 2.400 Euro wegen meiner zusätzlich vorhandenen kaufmännischen Ausbildung, dann 2.700 brutto im psychiatrischen Bereich mit zweijähriger Befristung. Seither bin ich arbeitslos.
    Theoretisch steht uns nach Qualifikationseckpunkten des TVöD Stufe 13 bis 15 zu - bei den Sozial- und Erziehungswissenschaften theoretisch TVöD Sue 17, 18. Praktisch bekommt man Sue 11 / TVöD 9, wenn man überhaupt angestellt wird. Man könnte wegen des Uni-Abschlusses auf hörere Gehälter klagen. Das Risiko gehen vor allem Behörden in der Regel nicht mehr ein.
    Rein praktisch konkurrieren wir mit den billigen Fachhochschulabsolventen der Sozialen Arbeit (TVöD 9) und im Personalbereich mit dem ebenso brutal vorhandenen Fachkräfteüberschuss, sodass wir UNI-Absolventen oft für unter 1.000 Euro netto auf Teilzeit arbeiten müssen, stets befristet.
    Insgesamt verdienen Diplom-Pädagogen heute oft 100 bis 500 Euro weniger als Fachhochschulabsolventen. Die freie Wirtschaft weiß, dass wir zu teuer sind und bietet uns vor allem bei Bildungsträgern auch mal weniger, als mit FH-Abschluss.
    ACHTUNG: Für Diplom-Pädagogen gibt es in Deutschland, aber auch in Europa fast gar keine Arbeitsstellen mehr - meines Wissens kommen auf jede ausgeschriebene Stelle bis zu 300 Bewerber. Viele arbeiten auf Teilzeit. Eine Kollegin wohnt daher mit 35 immer noch bei ihren Eltern, ein anderer Kommilitone hat sich selbständig gemacht in der Arbeit mit behinderten Kindern und ist aufgrund der finanziell sehr schwierigen Lage mit seiner Familie bei seinen Eltern eingezogen (vergleichbar mit spanischen Verhältnissen).
    DAHER: DAS NICHT STUDIEREN - schon gar nicht auf Master. Die Arbeitslosigkeit ist für viele Absolventen vorprogrammiert! Zu der Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt für Diplom-Pädagogen läuft im Übrigen eine aktuelle Petition beim Deutschen Bundestag.
     
    #7
  8. Mark14

    Mark14 Gast

    @tomos: Ja und nein. Bereits vor 25 Jahren hat mich der Arbeitsberater ausgelacht, als ich angekündigt habe, Dipl-Päd. studieren zu wollen. Habe es dennoch gemacht, 10 Jahre bei einem Bildungsträger gearbeitet und bin dann vor 10 Jahren über Personalentwicklung in IT-Unternehmen gewechselt. Derartige Wege sind mit Sicherheit auch heute noch möglich, setzen aber eine große Bereitschaft zur Veränderung voraus. Werde hier nicht weiter antworten (da nur per Zufall auf Forum gestoßen), mein Beitrag ist eher als Mutmacher gedacht - auch wenn mir natürlich klar ist, dass die aktuelle Lage nicht rosig ist. Andererseits gab es genau diese Diskussionen auch schon früher: Keine Leitungspositionen für die theoretisch besser qualifizierten Uni-Absolventen wegen der FH-Soz.-Päds etc. Und in der Tat wurden letztere häufig lieber eingestellt, weil sie einfach praxisorientierter waren als so manche/r Dipl.Päd. Dennoch sollte man auch bedenken, dass heute niemand voraussagen kann, was in 5-10 Jahren benötigt wird. Und wenn ich an die zunehmende Alterung der Gesellschaft, die Professionalisierung im Gesundheitswesen und die Revolutionierung des Lernens durch neue Medien denke, ist es mir um die PädagogInnen nicht Bange. Es ist aber sicherlich kein Fehler, sich bereits während des Studiums tiefergehende Kompetenzen in einem Bereich anzueignen, in welchem man sich später betätigen möchte. Auch Praktika sind u. a. auch für das Knüpfen von Kontakten sehr hilfreich...
     
    #8
  9. AlterMann

    AlterMann Gast

    Ich bin mittlerweile Mitte 40 und habe Pädagogik mit Unidiplom und Schwerpunkt Berufs- und Wirtschaftspädagogik studiert. Dies allerdings im Rahmen meiner Dienstzeit als Offizier der Bundeswehr.

    Da ich noch regen Kontakt zur Masse meiner Kommilitonen (Kommilitoninnen gab es damals noch nicht) weiß ich allerdings, dass nahezu alle in Positionen gelandet sind, die ein auskömmliches Leben ermöglichen. Die Masse sitzt auf Stellen für leitende Angestellte, ein paar Hochschullehrer sind dabei und auch ein paar, die sich mit ganz anderen Sachen selbständig gemacht haben.

    Auf der anderen Seite habe ich auch als Arbeitgeber im Weiterbildungsbereich jahrelang Bewerbungsuntelagen von notleidenden Bewerbern auf den Tisch bekommen. Und da war es in der Tat so, dass die Damen im Sekretariat ein gutes Stück mehr verdient haben als die Leute mit Studium.
     
    #9
  10. also meine Eltern verdienen beide knapp über 4000 im Monat..
     
    #10
  11. Offen

    Offen Gast


    Und als was arbeiten sie, psychologen?
    Ein Pädagoge bekommt niemals über 4000 brutto
     
    #11
  12. Coppa

    Coppa Gast

    Und als was arbeiten sie, psychologen?
    Ein Pädagoge bekommt niemals über 4000 brutto

    Also ich kenne gerade ganz konkret 4 Diplom-Pädagogen, die weit über 4k Brutto bekommen...
    Projektleiter, VHS-Direktoren, langjährige Fachbereichsleiter - alles Positionen die man nicht als Berufsanfänger bekommt, aber die man erreichen kann...
     
    #12
  13. Alter / Berufsjahre:
    40 /12
    Zwei Abschlüsse:
    Dipl.-Päd. & Dipl.-Sozialpäd.
    Anstellung:
    Freie Wirtschaft
    Funktion:
    Abteilungsleitung
    Jahresgehalt (brutto):
    60.000,- €
    + Umsatzbeteiligung
     
    #13
  14. Nantes

    Nantes Gast

    Also ich arbeite zur Zeit neben dem Pädagogikstudium in einer Personalentwicklung und dort sind die Einstiegsgehälter schon ordentlich bei 40.000 im Jahr. Bei mir arbeiten übrigens viele Pädagogen und BWLer, allerdings keine Psychologen, wie so oft vermutet wird. Man sollte dementsprechend seine Schwerpunkte wählen und Erfahrungen sammeln. Ich werde sicherlich keine reine Pädagogik im Master studieren und in meinem Studium ist Arbeitsrecht integriert, dazu belege ich freiwillig Seminare im wirtschaftlichen/personaler Bereich.
     
    #14

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