Lehrer, Staatsanwalt, Richter: der Weg zur Beamtenlaufbahn

Dieses Thema im Forum "Studentenjobs / Jobbörse" wurde erstellt von Arend, 18 April 2017.

  1. Arend

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    Früher wollte man Koch, Lokführer, Feuerwehrmann, Krankenschwester oder Tierärztin werden. Wer erinnert sich zurück an seinen einstigen Traumberuf und findet Parallelen? Mit fortlaufender Zeit dürfte aus denen dann aber doch was anderes geworden sein. Bei Vielen rückte insbesondere die Beamtenlaufbahn als Lehrer als Traumberuf in den Fokus. Aber was gehört eigentlich dazu, diese Laufbahn einzuschlagen?

    Keine Berufe per Bewerbung und Direktstart

    Wer Lehrer, Staatsanwalt oder Richter werden möchte, muss einiges mehr tun, als eine Bewerbung zu verfassen und ein Bewerbungsgespräch zu führen – so viel steht fest. Für angehende Lehrer steht ein Lehramtsstudium und Referendariat bevor, dann der Abschluss per Staatsexamen. Ähnlich auch bei den anderen genannten Berufen in der jeweiligen Richtung, hier also mit dem Jura-Studium als Voraussetzung. Der Vorbereitungsdienst dauert 18-24 Monate, zusammen mit dem Studium sind es mehrere Jahre, ehe man überhaupt in die Beamtenlaufbahn mit hoher Besoldung und schönen Nebenleistungen (Beihilfe) einsteigt.

    Beamter auf Widerruf während des Referendariats

    Das heißt allerdings nicht, dass man nicht schon während des Referendariats zum Lehrer in diesem Fall ein Beamter ist. Zwar tatsächlich noch nicht "vollwertig", aber immerhin auf Widerruf. Das heißt, dass man bereits alle Vorzüge des Beamtendaseins genießen darf, aber bei nicht ausreichenden Leistungen jederzeit abgesetzt werden kann. Fest ist der "echte" Beamtenstatus erst mit dem Bestehen der Examensprüfung, womit man dann in das öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis wechselt. Eine allumfassende Lösung ist der Beamtenstatus auf Widerruf nicht, wie beispielsweise beihilferatgeber.de berichtet. So gelten in Sachsen und Baden-Württemberg andere Regelungen. Bei Rechtsreferendaren sogar bundesweit, denn hierbei handelt es sich um Dienste außerhalb des Staatsdienstes, weshalb Anwärter meist nicht zum Beamten auf Widerruf werden können, sondern sich im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis bewegen.

    Was hat es mit der Beihilfe allgemein auf sich?

    Im Zusammenhang mit Beamtenlaufbahnen und dem Beamten auf Widerruf im Referendariat fällt immer wieder der Begriff "Beihilfe". Die oben verlinkte Seite berät auch hierzu. So handelt es sich bei dem Begriff um eine finanzielle Unterstützung hinsichtlich der Sozialversicherungen. Es liegt nahe, sich im Beamtenverhältnis für eine private Krankenversicherung zu entscheiden und hierbei dank Beihilfe von der finanziellen Unterstützung des Dienstherrn zu profitieren. Dieser gibt zu den monatlichen Versicherungskosten also einen bestimmten Prozentsatz dazu.

    Doch nicht unterschätzen: Bei allen Vorteilen mit Beihilfe und sonstigem verlangt das Referendariat und somit der Einstieg in den Beamtenstatus dem Anwärter physisch wie auch psychisch einiges ab. Dessen sollte man sich weiterhin unbedingt bewusst sein.
     
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